Vereinsgründung

  1. 1894  HAFB - Hamburger Liga
  2. 1905  NFV - Hamburger Liga
  3. 1933  DRL, NSRL - Gauliga, Sportbereichsklasse
  4. 1945  BZM - Stadtliga Hamburg
  5. 1947  HFV - (höherklassiges Mitglied)
  6. 1948  NFV - Oberliga Nord
  7. 1963  DFB - Bundesliga
  8. 2001  DFL/DFB - Bundesliga
  9. 1903  DFB - Nationaler Verband
  10. 1954  UEFA - Kontinentalverband
  11. 1904  FIFA - Weltverband

Hamburg-Altonaer Fußball- und Kricket-Bund

HAFV

Gründung: 22.10.1894

durch 5 Hamburger und Altonaer Vereine


Auflösung: 21.08.1907

Eingliederung in den NFV

Beitritt Hamburger FC88: 22.10.1894

Beitritt SC Germania 1887: 08.12.1894


Ligabetrieb:

Hamburger Liga: 1895/96 - 1906/07

Ab 1902/03 Teilnahme an der

Endrunde um die Deutsche Meisterschaft (DFB)


Am 22. Oktober 1894 wurde der Hamburg-Altonaer Fußball- und Cricket Bund (HAFB) durch Vertreter von vier Hamburger und Altonaer Vereinen im Hotel Schadendorf in Hamburg gegründet und ist damit einer der ältesten Fußballverbände in Deutschland. Gründungsmitglieder waren Wilhelm Schaaf und Bruno Kruitsch vom Hamburger FC88 (einer der 3 Gründungsvereine des heutigen HSV), Hermann Hambrock (Altonaer FC 1893), Henry Pape (FC Association 1893) und Herr Stuhlmann sen. vom Borgfelder FC. Mit dem SC Germania 1887 trat am 08. Dezember 1894 ein weiterer Gründungsverein des heutigen HSV dem Verband bei.


Ziel des Verbandes war es Meisterschaftsspiele zwischen den beiden Städten Hamburg und Altona auszutragen. (Altona war damals noch kein Stadtteil von Hamburg) Da man zunächst kein geeignetes Spielfeld für die Meisterschaftsspiele fand, wurden nur Freundschaftsspiele ausgetragen. Erst im Herbst 1885 konnte der Exerzierplatz in Altona an Sonntagen für Punktspiele genutzt werden und die erste Saison der 5 Vereine im HAFB begann. Das erste Spiel fand am 01. September 1885 statt, der FC Association gewann 5:0 gegen Altona 93. Der erste Hamburg-Altonaer Stadtmeister wurde ungeschlagen der SC Germania von 1887, der erste Titel in der über 125-jährigen Geschichte des heutigen HSV.


In der folgenden Saison 1896/97 nahmen bereits 8 Mannschaften an der Meisterschaft teil, der SC Germania konnte seinen Titel verteidigen. 1897/98 wurde eine 2. Spielklasse gegründet, an der fünf Reservemannschaften der 1. Klasse teilnahmen. Außerdem wurde nun nach den Regeln des englischen Fußball-Verband "The Football Association" gespielt, das es im Deutschen Reich kein einheitliches Regelwerk gab. Der Hamburg-Altonaer Fußball und Cricket-Verband strich zu dem das "Cricket" aus seinem Namen, da sich dieses Spiel nicht in Deutschland durchsetzte und im Verband auch nur noch Fußball gespielt wurde. Wegen Streitigkeiten tritt der Hamburger FC88 nach der Vorrunde 1897/98 aus dem Verband aus und im Frühjahr 1900 wieder ein. Nach der Spielzeit 1900/01 tritt er erneut aus um ein Jahr später wieder am Spielbetrieb teilzunehmen. 1901 und 1902 feierte der der SC Germania seine dritte und vierte Stadtmeisterschaft.


Zum ersten überregionalen Spiel kam es am 4. Juni 1899, als eine Auswahlmannschaft des HAFB gegen eine Auswahlmannschaft der Berliner Fußballvereine aus dem Deutschen Fußball- und Cricket Bund mit 6:1 vor 5000 Zuschauern auf dem Heiligengeistfeld in Altona besiegt. Am 28. Januar 1900 nehmen Vertreter des HAFB an der Gründungsversammlung des DFB teil, ab 1903 nahm der Meister des HAFB an der Endrunde um die Deutsche Meisterschaft teil.


Am 15. April 1905 schließt sich der HAFB auf Druck des DFB mit 5 anderen Verbänden zum Norddeutschen Fußball Verband (NFV) zusammen. Der HAFB gibt aber erst zur Saison 1907/08 seine Selbständigkeit auf und hält bis dahin seinen eigenen Spielbetrieb aufrecht. Er nimmt aber trotzdem an der zur Saison 1905/06 von der NFV eingeführten Endrunde um die Norddeutsche Meisterschaft teil.


Am 21. August 1907 löste sich der HAFB dann schließlich auf und wurde zum Bezirk III (Hamburg-Altona) des Norddeutschen Fußball Verband. Rekordmeister in der 13-jährigen Geschichte des HAFB waren der SC Germania 1887 und der FC Altona 93 mit jeweils 4 Meisterschaften.

Norddeutscher Fußball-Verband

NFV

Gründung: 15.04.1905

Zusammenschluss von 7 Norddeutschen Verbänden


Auflösung: 16.07.1933

durch Selbstauflösung, Machtergreifung der NSDAP

Der HAFB hält bis 1906/07

seinen eigenen Ligabetrieb aufrecht.

Einführung Norddeutsche Meisterschaft: 1905/06


Ligabetrieb (HSV):

Bezirk III Hamburg-Altona: 1907/08 - 1918/19

Hamburger Liga: 1919/20

Norddeutsche Liga Nordkreis: 1920/21

Alsterkreis Kreisliga: 1921/22 - 1924/25

Alsterkreis Bezirksliga: 1925/26 - 1927/28

"Runde der 10": 1928/29

Oberliga Hamburg: 1929/30 - 1932/33


Auf Druck des DFB und seiner Regionalverbände schlossen sich am 15. April 1905 die sieben norddeutschen Fußballverbände aus Hamburg-Altona (HAFB), Bremen (VBFV), Kiel (VKB), Hannover (VHBV), dem Herzogtum Braunschweig (FfdHB), Mecklenburg und Unterweser (MFB), Kassel (VCB bis 1906) sowie sechs Einzelvereine zum Norddeutschen Fußball-Verband zusammen. Da aber insbesondere die Stadtverbände mit der Satzung des NFV nicht einverstanden waren, blieben diese (auch der HAFB) vorerst bestehen und organisierten ihren eigenen Spielbetrieb weiter. Erst im Frühjahr 1907 wurde die Satzung des NFV zur Zufriedenheit aller Regionalverbände geändert und die Stadtverbände lösten sich auf. So löste sich auch der HAFB am 21. August 1907 auf und wurde zum Bezirk III (Hamburg-Altona) des NFV. Dieser führte zur Saison 1905/06 die Endrunde um die Norddeutsche Meisterschaft ein, an der die Meister der 9 Bezirke Hamburg-Altona, Schleswig, Holstein, Mecklenburg, Altmark, Braunschweig, Hannover, Bremen und Oldenburg teilnahmen. Der Sieger qualifizierte dich dann für die Teilnahme an der Endrunde um die Deutsche Meisterschaft.


Zur Saison 1913/14 wird der Bezirk III (Hamburg-Altona) in eine A- und B- Klasse unterteilt. Der Hamburger FC88 und SC Germania 1887 können sich nicht für die erste Spielklasse qualifizieren, ein Jahr später erfolgt aber der direkte Wiederaufstieg beider Mannschaften. Am 26. Februar 1914 benennt sich der Hamburger FC in Hamburger SV 1888 um. 1918/19 schließen sich der HSV88 und Viktoria Hamburg zu einer Kriegsgemeinschaft zusammen. Die KG wird ungeschlagen Meister und gewinnt auch die Norddeutsche Meisterschaft, die Endrunde um die Deutsche Meisterschaft entfiel. Nur einen Tag später, am 2. Juni 1919, trafen sich dann Vertreter vom SC Germania 1887 (u.a. Präsident Otto Schwabe) und Hamburger Sport Verein von 1888 (u.a. Präsident Dr. Otto Wolf, Paul Hauenschild) um offiziell zum Hamburger Sport Verein von 1887 e.V. zu fusionieren. Der FC Falke 1906 trat dem Hamburger SV von 1988 bereits am 12. Mai bei.


Während bis 1920 nur die Meister der Bezirke um Norddeutsche Meisterschaft spielten, qualifizierte sich fortan auch der zweite. Auch der Austragungsmodus veränderte sich mit der Zeit. Durch die wachsende Anzahl der Vereine musste der Ligabetrieb reformiert werden, zur Saison 1921/22 wurde die Liga in Elbekreis und Alsterkreis zweigeteilt. (Ab 1925/26 Bezirksliga Elbe- u. Alsterkreis)


1921/22 wurde der HSV das erste Mal Deutscher Meister, wurde aber dazu genötigt auf den Titel zu verzichten. Im Endspiel der Endrunde um die Deutsche Meisterschaft gegen den 1 FC Nürnberg wurde das Spiel beim Stande von 2:2 nach Einbruch der Dunkelheit abgebrochen. Im Wiederholungsspiel brach der Schiedsrichter in der Verlängerung das Spiel ab, da. Nürnberg nach 2 Platzverweisen und 2 Verletzten nur noch 7 Spieler auf dem Platz hatte. Er erklärte den HSV daraufhin zum Deutschen Meister, was auch der DFB tat. Nürnberg legte Protest ein und drohte mit dem Verbandsaustritt, sollte der HSV nicht auf den Titel verzichten. 1922/23 gelang jedoch der erneute Titelgewinn.


Aufgrund der Teilung der Liga dominierte der HSV den Alsterkreis und Altona 93 u. Union 03 Altona den Elbekreis. Doch waren schwache lokale Gegner weder Leistungsfördernd noch interessant für die Zuschauer. Die Forderung nach einer übergeordneten regionalen Liga wurde vor allem von eher ländlichen Mannschaften abgelehnt. Aus Protest verzichtet der HSV 1926/27 nach der Vorrunde an der weiteren Teilnahme am Norddeutschen Pokal. Da in den Vereinen des NFV mit der Zeit Abteilungen für weitere Sportarten gegründet wurden, benannte er sich 1927 in Norddeutscher Sport-Verband um.


In der Saison 1928/29 rebellierten dann schließlich 9 Hamburger Vereine (darunter auch der HSV) und Holstein Kiel und schlossen sich zu einer "Interessengemeinschaft der Ligavereine" zusammen. Mit der "Runde der zehn" gründete man eine eigene Spielklasse ins Leben, Meister wurde der HSV. Zuletzt gab es sechs Bezirke: Schleswig-Holstein, Lübeck-Mecklenburg, Groß-Hamburg, Nordhannover (mit Harburg und Wilhelmsburg), den Südbezirk (Hannover/Braunschweig) und Weser-Jade.


Nach der Fußballrevolution (s.u.) reagierte der NFV und setzte nach einer Abstimmung am 10. März 1929 eine Reform durch. So wurde zur Saison 1929/30 eine 6-gleisige Oberliga eingeführt, die Bezirksligen Alsterkreis und Elbekreis zur Oberliga Hamburg zusammengefasst. Die 6 Oberligen-Meister spielten dann untereinander die Norddeutsche Meisterschaft aus.


Mit der Machtergreifung der Nationalsozialisten am 10. Mai 1933 wurden die sieben bestehenden deutschen Regionalverbände Verband Brandenburger Ballspielvereine (VBB), Baltische Rasen- und Wintersport-Verband (BRWV), Südostdeutscher Fußballverband (SOFV), Verband Mitteldeutscher Ballspielvereine (VMBV), Westdeutscher Spielverband (WSV) und Verband Süddeutscher Fußballvereine (VSFV) nach und nach aufgelöst. So vollzog auch der Norddeutsche Fußballverband (NFV) seine förmliche Selbstauflösung am 16. Juli 1933 beim Verbandstag in Altona.


Rekordmeister des NFV in seiner bis dato 28-jährigen Geschichte ist der Hamburger SV, der 10 mal die Norddeutsche Meisterschaft für sich entscheiden konnte und zu dem auch 3 mal Deutscher Meister wurde. Holstein Kiel konnte 6 mal die Norddeutsche Meisterschaft gewinnen.


Deutscher Reichsbund für Leibesübungen - Fachamt II (Fußball)

NFV

Gründung: 27.07.1934

durch Reichssportführer Hans von Tschammer

Umstrukturierung durch Führererlass: 21.12.1938

Nationalsozialistischer Reichsbund für Leibesübungen


Auflösung: 31.05.1945

durch amerikanische Millitärregierung


Ligabetrieb (HSV):

Gauliga Nordmark: 1933/34 - 1938/39

Sportbereichsklasse Nordmark: 1938/39- 1941/42

Sportbereichsklasse Hamburg: 1942/43- 1944/45


Nach der Machtübernahme der NSDAP am 10. Mai 1933 wurden alle Sportverbände mit oppositioneller politischer und auch kirchlicher Ausrichtung verboten. Am 28. April 1933 wurde SA-Gruppenführer Hans von Tschammer und Osten als Reichskommissar für Turnen und Sport eingesetzt. Die Sportverbände wurden durch die Nationalsozialisten zur Selbstauflösung gedrängt und neu organisiert. So vollzog auch der Norddeutsche Fußballverband (NFV) seine förmliche Selbstauflösung am 16. Juli 1933 beim Verbandstag in Altona.


Am 19. Juli 1934 wurde Hans von Tschammer zum Reichssportführer ernannt und ihm das gesamte Sportwesen unterstellt. Die noch nicht aufgelösten Sportverbände wurden in den am 27. Juli gegründeten Deutschen Reichsbund für Leibesübungen eingegliedert. Für den Fußball war dort nun das Fachamt II zuständig. An Stelle der Fußball-Regionalverbände errichtete der DRL 16 Sportgaue, in denen Gauligen als jeweils höchste Spielklasse eingeführt wurden. Erstmals gab es damit eine landesweit einheitliche Spielklasse.


In Norddeutschland wurde die Gauliga Nordmark eingeführt, in der der Hamburger SV mit 4 und der Eimsbütteler TV mit 5 Gauligameisterschaften bis 1942 die sportliche Vorherrschaft übernahmen. Zudem erreichte der HSV von 1937 bis 1939 drei mal in Folge das Halbfinale in der Endrunde um die Deutsche Meisterschaft.


Durch einen Erlass von Adolf Hitler am 21. Dezember 1938 wurde der DRL in Nationalsozialistischer Reichsbund für Leibesübungen (NSRL) umbenannt und direkt der NSDAP unterstellt. Die Gauligen hießen fortan Sportbereichsklasse. Da der wegen des 2. Weltkrieg zunehmende Treibstoff- und Transportmittelmangel den Spielbetrieb im Deutschen Reich verschärfte, wurden die Sportbereichsklassen 1942 in kleinere Bezirke geteilt. Die Sportbereichsklasse Nordmark wurde so in die Sportbereichsklasse Hamburg, Schleswig-Holstein und Mecklenburg dreigeteilt.


Gegen Ende des Krieges war der Spielbetrieb in den Fußballligen wegen der Kriegsauswirkungen nicht mehr möglich. In fast allen Spielklassen wurde der Spielbetrieb vorzeitig abgebrochen oder gar nicht erst aufgenommen. Einzig die Sportbereichsklasse Hamburg beendete regulär den Spielbetrieb, nach dem der HSV bereits als Meister feststand. Der HSV gewann überragend seine 5. Gauliga-Meisterschaft mit 34:2 Punkten (100:21 Tore) und zog so mit dem Eimsbütteler TV gleich. Die Endrunde um die Deutsche Meisterschafft entfiel.


Nach dem Ende des 2. Weltkrieg wurde mit dem Gesetz Nr. 5 der amerikanischen Militärregierung vom 31. Mai 1945 die NSDAP mit allen ihren Einrichtungen und Organisationen aufgelöst. Somit auch der Nationalsozialistische Reichsbund für Leibesübungen. Die in ihm aufgegangenen Organisationen gründeten sich in der Folgezeit neu.


Britische Zonenmeisterschaft

NFV

1945/46 - 1947/48


Ligabetrieb (HSV):

Stadtliga Hamburg: 1945/46 - 1946/47

Oberliga Nord: 1947/48


Nach dem Ende des 2. Weltkrieg organisierten sich die Vereine und Verbände neu. Fußball wurde getrennt in den 4 Besatzungszonen gespielt. Während in der amerikanischen Besatzungszone mit der Oberliga Süd und Südwest zwei höchste Spielklassen gegründet wurden, spielten die Vereine in der Britischen Besatzungszone nur in 15 regionalen Bezirks- oder Landesligen. 9 davon waren in Norddeutschland und 6 in Westdeutschland. Der HSV spielte 1945/46 in der Hamburger Liga. Ungeschlagen gewann er in der ersten Nachkriegssaison die Hamburger Meisterschaft und qualifizierte sich damit für die Norddeutsche Meisterschaft, die das erste mal seit 1933 wieder ausgespielt wurde. Nach dem der HSV das Viertelfinale gewann, wurde der laufende Wettbewerb aber auf Geheiß der Britischen Militärregierung abgebrochen.


Zur Saison1946/47 wurde die Britische Zonenmeisterschaft eingeführt. Die Qualifikation dafür war dabei aufgrund der unterschiedlich großen Landes-, Bezirks- und Stadtligen in Nord- und Westdeutschland unterschiedlich geregelt. In Schleswig-Holstein wurde eine Landesmeisterschaft mit 20 Vereinen eingeführt, die sich über die 8 Bezirksmeisterschaften qualifizieren konnten. Diese spielten im K.o.-System, die letzten 4 in einer Gruppenrunde. Der Meister und Vizemeister dieser Landesmeisterschaft spielte dann dann gegen den Meister und Vizemeister der Hamburger Stadtliga um die Teilnahme an der Britischen Zonenmeisterschaft. Der HSV belegte am Ende den 2. Platz in der Hamburger Liga und qualifizierte sich damit auch die Oberliga Nord, die zur Saison 1947/48 eingeführt wurde. Außerdem erreichte der HSV das Finale in der Britischen Zonenmeisterschaft und besiegte dort am 13. Juni in Düsseldorf den BVB mit 1:0. Der HSV wurde der erste Meister der Britischen Besatzungszone. Eine Endrunde um die Deutsche Meisterschaft gegen die Sieger der Französischen, Amerikanischen und Sowjetischen Besatzungszone wurde nicht ausgespielt.


Zur Saison 1947/48 wurde die Oberliga Nord und Oberliga West als höchste Spielklasse in der Britischen Besatzungszone eingeführt. Unterhalb dieser beiden Ligen wurden Landesligen als 2. höchste Spielklasse eingeführt. Aus der Stadtliga Hamburg qualifizierten sich der HSV als Vizemeister und der FC St. Pauli als Meister. Letztmalig spielten die ersten 4 Mannschaften der Oberliga Nord und West um die Britische Zonenmeisterschaft. Nach Siegen über Hamborn 07 und den TSV Braunschweig, erreichte der HSV wieder das Finale. Am 13. Juni schlug der HSV den FC St. Pauli im Stadion Hoheluft deutlich mit 6:1 und verteidigte seinen Titel als Britischer Zonenmeister. Damit ist der Hamburger SV auch der einzige Verein der diesen Titel jemals gewinnen konnte.


Erstmals seit 1944 wurde auch wieder eine Endrunde um die Deutsche Meisterschaft ausgespielt. Dort spielten die Meister und Vizemeister der amerikanischen, britischen, französischen und sowjetischen Besatzungszone, sowie der Berliner Meister im K.o.-System gegeneinander. Für den HSV war aber bereits im Viertelfinale Schluss. Gegen den Meister der Französischen Besatzungszone, die SpVgg Neuendorf, verlor der HSV im Stadion Rote Erde/Dortmund mit 1:2.


Hamburger Fußball-Verband

NFV

Gründung: 01.02.1947


Ligabetrieb (höchste Spielklasse):

Verbandsliga (2. Liga) 1947-1950

Amateur Oberliga Hamburg (2. Liga) 1950-1963

Landesliga Hamburg (3. Liga) 1963-1974

Landesliga Hamburg (4. Liga) 1974-1978

Verbandsliga Hamburg (4. Liga) 1978-1994

Verbandsliga, Hamburger Liga (5. Liga) 1994-2008

Oberliga Hamburg (5. Liga) 2008-


Höherklassige Mitglieder (Stand 2013):

Hamburger SV (Oberliga Nord, Bundesliga)

FC St. Pauli (Oberliga, 2. Bundesliga, Regionalliga)

SC Victoria Hamburg (Oberliga Nord, Regionalliga)

2. Mannschaft des HSV und St. Pauli

Der Hamburger Fußball-Verband (HFV) wurde am 1. Februar 1947 als Dachorganisation der Fußballvereine aus Hamburg und Umgebung gegründet und ist einer der kleinsten Landesverbände des DFB. Anfangs gehörten noch mehrere Vereine aus Niedersachsen dem Verband an, wovon sich aber einige nach und nach dem Niedersächsischen Fußballverband anschlossen. Dennoch gehören auch noch heute neben den Hamburger Vereinen auch noch einige aus Schleswig Holstein und Niedersachen dem HFV an.


Nach dem Ende des 2. Weltkrieg wurde 1945 die Verbandsliga als höchste eingleisige Spielklasse in Hamburg eingeführt. Mit der Neugründung des Norddeutschen Fußball-Verband (NFV) am 4. Dezember 1948 übernahm dieser die Spiel- und Verwaltungstechnische Hoheit der Oberliga-Nord und West, die zur Saison 1947/48 als zweigleisige höchste Spielklasse in Norddeutschland eingeführt wurde, ab 1948/49 als eingleisige Oberliga Nord.


Der HFV wickelte organisatorisch den unterklassigen Ligabetrieb ab. Die ab 1947 zweigleisige Verbandsliga Hamburg (2. Liga) und alle weiteren unterklassigen Mannschaften aus dem Bezirk des HFB. 1950 wurde die zweigleisige Verbandsliga zur eingleisigen Amateur-Oberliga Hamburg zusammengeführt.


Mit der Einführung der Bundesliga 1963/64 durch den DFB wurden gleichzeitig 5 Regionalligen (Süd, Südwest, West, Nord und Berlin) als 2. höchste Spielklasse geschaffen. Der NFV war nun für die Abwicklung der Regionalliga Nord zuständig, damit organisierte der HFV nur noch die 3. klassige Landesliga Hamburg und den Ligenunterbau.


Mit der Gründung der 2. Bundesliga Nord und Süd 1974, die dem DFB direkt untergliedert war, übernahm der NFV den Spielbetrieb der nun 3. klassigen Oberliga Nord. (Amateur-Oberliga) Die Landesliga Hamburg des HFV wurde so zur 4. höchsten Spielklasse.


1994 wurden durch den DFB 4 Regionalligen (Süd, West/Südwest, Nord, Nordost) als 3. höchste Spielklasse eingeführt. Im Verantwortungsbereich des NFV lag nun die (bis 2004) 2-gleisige Oberliga-Nord (Hamburg / Schleswig-Holstein und Niedersachsen / Bremen), die mit 8 anderen Oberligen die 4.höchste Spielklasse in Deutschen Fußball bildete. Damit war die seit 1978 wieder als Verbandsliga Hamburg bezeichnete höchste Spielklasse im HFV nur noch 5. klassig. In der Saison 2006/07 und 2007/08 wurde sie in Hamburg-Liga umbenannt.


Zur Saison 2008/09 wurde durch den DFB die 3. Bundesliga ins Leben gerufen, den Unterbau bildeten nun drei 4. klassige Regionalligen. Diese lagen bis 2012 ebenfalls direkt im Verantwortungsbereich des DFB. Die bisherigen 4. klassigen Oberligen wurden aufgelöst. Der NFV hatte so keinen direkt unterstellten Ligabetrieb mehr, denn die 5. Spielklasse blieb im Verantwortungsbereich der untergliederten Verbände des NFV. In Hamburg war dies der HFV, deren höchste Spielklasse, die Hamburg-Liga, sich nun in Oberliga Hamburg umbenannte. Den Unterbau bildeten die 2-gleisige Landesliga Hansa und Hammonia (6. Liga). Darunter befindet sich die 4-gleisige Bezirksliga Nord, Ost, Süd, West (7. Liga) denen die 8-gleisige Kreisliga (8. Liga) untergliedert ist. Die 9. Liga bildet die 11-gleisige Kreisklasse.

Norddeutscher Fußball-Verband

NFV

Neugründung: 04.12.1948


Ligabetrieb (HSV):

Oberliga Nord (1. Liga): 1948/49 - 1962/63

Regionalliga Nord (2. Liga): 1963/64 - 1973/74

Amateur-Oberliga Nord (3. Liga): 1974/75 - 1993/94

2-gleisige Oberliga Nord (4. Liga): 1994/95 - 2007/08

Regionalliga Nord (4. Liga):


Nach dem Ende des 2. Weltkrieg erfolgte am 04. Dezember 1948 die Neugründung des Norddeutschen Fußball-Verband (ohne Mecklenburg) Zur Saison 1947/48 wurde bereits in der Britischen Besatzungszone die zweigleisige Oberliga-Nord ins Leben gerufen. Der NFV übernahm die Spiel- und Verwaltungsrechtliche Hoheit und führte die Oberliga-Nord zur Saison 1948/49 eingleisig weiter. Die Oberliga-Nord war neben der Oberliga-Süd, -Nord, -Süd-West und -Berlin die höchste Spielklasse in Deutschland.


Der Hamburger SV hatte in der Oberliga Nord (1947/48-1962/63) eine Vormachtsstellung. Bis zur Gründung der Fußball Bundesliga im Jahre 1963 gewann der HSV bis auf eine Saison jedes Jahr die Norddeutsche Meisterschaft. 1960 gelang sogar der Gewinn der Deutschen Meisterschaft und 1963 der DFB-Pokal.


Zur Saison 1963/64 führte der DFB die eingleisige Bundesliga ein, der HSV gehörte als Serienmeister der Oberliga-Nord zur den ersten 9 Mannschaften die vom DFB auserwählt wurden in der neuen Bundesliga zu spielen.


Mit der Einführung der Bundesliga wurden gleichzeitig 5 Regionalligen (Süd, Südwest, West, Nord und Berlin) als 2. höchste Spielklasse geschaffen. Der NFV war nun für die Abwicklung der Regionalliga Nord zuständig, die Bundesliga wurde vom DFB organisiert. Den Unterbau bildete die 3. klassige Landesliga, die in Hamburg vom Hamburger Fußball-Verband organsiert wurde.


Mit der Gründung der 2. Bundesliga Nord und Süd 1974, die ebenfalls dem DFB direkt untergliedert war, übernahm der NFV den Spielbetrieb der nun 3. klassigen Oberliga Nord. (Amateur-Oberliga)


1994 wurden durch den DFB 4 Regionalligen (Süd, West/Südwest, Nord, Nordost) als 3. höchste Spielklasse eingeführt. Im Verantwortungsbereich des NFV lag nun die (bis 2004) 2-gleisige Oberliga-Nord (Hamburg / Schleswig-Holstein und Niedersachsen / Bremen), die mit 8 anderen Oberligen die 4.höchste Spielklasse in Deutschen Fußball bildete.


Zur Saison 2008/09 wurde durch den DFB die 3. Bundesliga ins Leben gerufen, den Unterbau bildeten nun drei 4. klassige Regionalligen. Diese lagen bis 2012 ebenfalls direkt im Verantwortungsbereich des DFB. Die bisherigen 4. klassigen Oberligen wurden aufgelöst. Der NFV hatte so keinen direkt unterstellten Ligabetrieb mehr, denn die 5. Spielklasse blieb im Verantwortungsbereich der untergliederten Verbände des NFV. In Hamburg war dies der HFV, deren höchste Spielklasse, die Hamburg-Liga, sich nun in Oberliga Hamburg umbenannte.


Zur Saison 2012/13 übergab der DFB die Verwaltung und Organisation der 4.-klassigen Regionalligen wieder an die Regionalverbände ab. Die Regionalliga Nord wird seit dem wieder vom NFV organisiert.

Bundesliga - Deutscher Fußball Bund (DFB)

NFV

DFB-Bundestagsbeschluß: 28.07.1962

(Durch die Delegierten der Landesverbände)


Ligabetrieb:

Bundesliga: seit 1963/64

zusammen mit der DFL seit 2001/02

2. Bundesliga seit 1974/75

zusammen mit der DFL seit 2001/02

3. Bundesliga seit 2008/09


Bereits in den 30er Jahren forderte der damalige DFB-Präsident Felix Linnemann die Einführung einer eingleisigen höchsten Spielklasse in Deutschland. Den es gab 55 regionale Ligen mit unterschiedlichen Namen und Strukturen die alle Erstligastatus hatten. Dadurch gab es große Leistungsunterschiede zwischen den Verbänden und Vereinen, weswegen sie international nicht mehr konkurrenzfähig waren. Die Schaffung einer eingleisigen höchsten Spielklasse sollte das Leistungsniveau erhöhen. Die Regionalverbände wiesen dieses Vorhaben jedoch ab, vermutlich auch weil sie befürchteten an Einfluss zu verlieren.


Ein erster Schritt in diese Richtung war die Straffung der der höchsten Spielklasse auf 16 Gauligen (1933/34) durch den Deutschen Reichsbund für Leibesübungen (DRL, Fachamt II) Aufgrund des 2. Weltkrieg und des damit verbundenen Treibstoff- und Transportmittelmangel, wurden die Sportbereichsklassen ab 1942 aber wieder in kleinere Bezirke geteilt.


Nach dem Krieg wurde erneut über das Vorhanden einer landesweiten Profiliga diskutiert, jedoch lehnten dies die Landesverbände erneut ab. Auch der DFB selber hatte die Bedenken, ob sich eine Bundesweite Liga wirtschaftlich rechnen würde, oder die Vereine dies finanziell nicht tragen könnten. 1949 wurde die Interessensgemeinschaft Bundesliga und Berufs-Fußball gegründet. Ein erster offizieller Versuch scheiterte jedoch auf dem außerordentlichen DFB-Bundestag 1958 in Frankfurt.


In der Folgezeit fand die Interessengemeinschaft um den Vorsitzenden Franz Kremer (ehem. Präsident vom 1. FC Köln) jedoch mit Bundestrainer Sepp Herberger und dem späteren DFB-Präsidenten Hermann Neuberger wichtige Befürworter. Neuberger schlug 1962 erneut die Gründung einer einheitlichen höchsten Spielklasse vor. Auf dem DFB-Bundestag am 28. Juli 1962 wurde dies nun auch durch die Delegierten der Landesverbände mit 103:26 Stimmen beschlossen. 1963/64 sollten 16 Mannschaften aus den bestehenden 5 Oberligen in die erste Bundesliga Saison gehen, der Rest auf 5 unterklassige Regionalligen verteilt werden. 46 der 74 Oberliga-Vereine bewarben sich darauf um einen Platz in der neuen Bundesliga. Für die Qualifikation sollten sportliche wie wirtschaftliche Kriterien bestimmend, aber auch die infrastrukturellen Rahmenbedingungen vorhanden sein. So mussten die Stadien der Vereine über mind. 35000 Zuschauerplätze und eine Flutlichtanlage verfügen. Für das Auswahlverfahren beschloss der DFB-Beirat am 6. Oktober 1962 die sogenannte Zwölfjahreswertung. Nach dieser sollten die Abschlusspositionen der Vereine aus den Spielzeiten 1951/52 bis 1954/55 einfach, von 1955/56 bis 1958/59 zweifach und von 1959/60 bis 1962/63 dreifach gewertet werden. Teilnahmen an der Meisterschaftsendrunde oder Pokalfinals wurden zusätzlich bewertet.


Von den 46 Bewerbern wurden 15 Vereine sofort abgelehnt und am 11. Januar 1963 neun Vereine in der 1. Wahl aufgenommen. Darunter auch der Hamburger SV, der als Serienmeister der Oberliga Nord auch nie in Frage stand. Ebenfalls erste Wahl waren Borussia Dortmund, Schalke 04, 1. FC Nürnberg, 1. FC Köln, Eintracht Frankfurt, Hertha BSC, 1.FC Saarbrücken und Werder Bremen. Am 6. Mai 1963 erhielten auch der 1. FC Kaiserslautern, VfB Stuttgart, Karlsruher SC, TSV 1860 München, Eintracht Braunschweig, MSV Duisburg und Preussen Münster die Zulassung. Die Auswahl war allerdings stark umstritten, viele Vereine fühlten sich benachteiligt.


Am 24. August 1963 war der erste Spieltag in der neuen Bundesliga-Saison. Timo Konietzka von Borussia Dortmund erzielte das erste Tor (nach 58 Sekunden) der Bundesliga-Geschichte. Der 1. FC Köln gewann die erste Bundesliga-Meisterschaft. Der Hamburger SV wurde 1979, 1982 und 1983 Deutscher Meister, Rekordmeister ist der FC Bayern München mit 21 Meisterschaften (Stand 2013)


1974 wurde die 2. Bundesliga Nord und Süd ins Leben gerufen, die ebenfalls dem DFB direkt untergliedert war. Der Norddeutsche Fußball-Verband (NFV) übernahm den Spielbetrieb der nun 3. klassigen Oberliga Nord. (Amateur-Oberliga) 1994 wurden durch den DFB 4 Regionalligen (Süd, West/Südwest, Nord, Nordost) als 3. höchste Spielklasse eingeführt. Im Verantwortungsbereich des NFV lag nun die (bis 2004) 2-gleisige Oberliga-Nord (Hamburg / Schleswig-Holstein und Niedersachsen / Bremen), die mit 8 anderen Oberligen die 4.höchste Spielklasse in Deutschen Fußball bildete.

Bundesliga - Deutsche Fußball Liga (DFL) und DFB

NFV

Gründung: 18.12.2000

Zusammenschluss der 36 Lizenzvereine

der 1. und 2. Bundesliga


Ligabetrieb (gemeinsam mit dem DFB):

Bundesliga: seit 2001/02

2. Bundesliga: seit 2001/02


Die 1. und 2. Fußball Bundesliga wurde bis ins Jahr 2001 direkt unter dem Dach des Deutschen Fußball Bund (DFB) ausgetragen. Seitdem ist der DFB gemeinsam mit dem am 18. Dezember 2000 gegründeten Die Liga-Fußballverband e.V. Veranstalter, in dem sich die 36 Lizenzvereine der 1. und 2. Bundesliga zusammengeschlossen haben. Die operativen Aufgaben übernimmt dabei die Deutsche Fußball-Liga GmbH (DFL), eine 100%ige Tochter des Liga-Fußballverband.


Der Liga-Fußballverband wurde gegründet um den professionellen Fußball in Deutschland zu fördern und die Interessen seiner Mitglieder gegenüber dem DFB zu vertreten. Die DFL sieht sich als Dienstleister seiner Mitglieder und vertritt die Vereine gegenüber den Medien und der Öffentlichkeit. Die DFL organisiert den Spielbetrieb selber, ist für die Ansetzung der 612 Saisonspiele der 1. und 2. Bundesliga verantwortlich. Zudem ist sie für die Lizenzierung und Vermarktung zuständig.


Da der DFB und der Ligaverband die Bundesliga gemeinsam veranstalten, gibt es seit der Saison 2004/05 einen Grundlagenvertrag zwischen den beiden Parteien, in dem die Rechte und Pflichten beider Parteien bestimmt sind. Der DFB gewährt darin dem Ligaverband das Recht, die erste und zweite Bundesliga zu organisieren. Zudem spricht der DFB dem Ligaverband die vollen Vermarktungsrechte an den beiden Bundesligen zu. Vertraglich geregelt sind auch Übertragungen und Zusammenfassungen im Free-TV sowie die Anstoßzeiten.


Wettbewerbe wie der DFL-Ligapokal, die der Ligaverband durch die DFL selber ausrichtet, sind nicht Bestandteil des Vertrages. Auch wird die 3. Bundesliga weiterhin alleine durch den DFB organisiert. Die Organisation der 4. klassigen Regionalligen werden seit 2012/13 wieder von den Regionalverbänden organisiert, nach dem der DFB dieses nach der Einführung der 3. Bundesliga 2008/09 übernommen hatte. Der Grundlagenvertrag kann erstmals seit 2012 sowohl vom DFB, als auch vom Ligaverband gekündigt werden.


Deutscher Fußball Bund DFB

NFV

Gründung: 28.01.1900

durch 86 Vereine

Zusammenschluss

von Regional und Landesverbänden


Auflösung: 01.07.1940

durch die Mitgliederversammlung


Neugründung: 21.01.1950

durch Westdeutsche Fußballverbände


Ligabetrieb:

Bundesliga: 1963/64 - 2002/03

zusammen mit der DFL seit 2001/02

2. Bundesliga seit 1974

3. Bundesliga seit 2008

Regionalliga Nord 1994-2012


Teilnahme an:

Weltmeisterschaften

Europameisterschaften

Olympische Spiele


Erfolge:

Weltmeister: 1954, 1974, 1990

Vize-Weltmeister: 1966, 1982, 1986, 2002

3. Platz WM 1934, 1970, 2006, 2010

Europameister: 1972, 1980, 1996

Vize-Europameister: 1976, 1992, 2008


Rekordspieler:

Lothar Matthäus 150 Spiele (23 Tore)

beim HSV: Uwe Seeler 72 Spiele (43 Tore)

Rekordtorschütze:

Gerd Müller 68 Tore (62 Spiele)

beim HSV: Uwe Seeler 43 Tore (72 Spiele)


Ende des 19. Jahrhundert ist das Fußballspiel in England längst etabliert, in Deutschland steckt das Spiel mit dem Ball noch in den Kinderschuhen. In der Gesellschaft ist das "Spiel mit dem Fuß" gerade zu verpönt, doch Jugendliche finden immer mehr Interesse am Fußballspiel. So wird am 15. April 1888 mit dem Berliner Fußball-Club Germania 1888 der erste Fußballverein in Deutschland gegründet. Der Verein ist Gründungsmitglied des ältesten Deutschen Fußballverband, dem Berliner "Bund Deutscher Fußballspieler". Aber auch die Stadt Hamburg entwickelt sich zum Fußballpionier in Deutschland, nachdem englische Matrosen das Spiel mit dem Ball in die Stadt bringen. Mit dem HSV-Vorgängerverein Hamburger FC von 1888 gründen Schüler des Wilhelm-Gymnasium den 2. ältesten Fußballverein in Deutschland, viele weitere sollen in den nächsten Jahren folgen. So gründet sich auch in Hamburg am 22.10.1894 mit dem Hamburg-Altonaer Fußball- und Kricket-Bund (HAFB) ein weiterer Fußballverband.


In Deutschland gibt es um 1900 nun eine große Anzahl von Vereinen, die in zahlreichen lokalen und regionalen Verbänden organisiert sind, teilweise aber auch gegeneinander konkurrieren. Mit der Gründung eines nationalen Dachverband sollten nun einheitliche Strukturen geschaffen werden. Aber auch die Bildung einer Nationalmannschaft setzte sich der DFB zum Ziel. So treffen sich am 28. Januar 1900 Vertreter von 86 Vereinen und Verbänden in Leipzig zur Gründungsversammlung des Deutschen Fußball Bund (DFB). Dabei waren auch Vertreter des HAFB und der beiden Vorgängervereine des heutigen HSV, der SC Germania 1887 und der Hamburger FC 1888.


Zur Saison 1902/03 führt der DFB die Endrunde um die deutsche Meisterschaft ein, an der die Meister der Mitgliedsverbände untereinander den Deutschen Meister ausspielen. (Bis 1933 im K.-o.- System) Erster deutsche Fußballmeister wird der VfB Leipzig. Die Organisation des Ligabetriebs obliegt weiter den lokalen und regionalen Verbänden. 1904 tritt der DFB als achtes Mitglied der FIFA bei.


Am 15. April 1905 schließt sich der HAFB auf Druck des DFB mit 5 anderen Verbänden zum Norddeutschen Fußball Verband (NFV) zusammen. Der HAFB gibt aber erst zur Saison 1907/08 seine Selbständigkeit auf und hält bis dahin seinen eigenen Spielbetrieb aufrecht. Er nimmt aber trotzdem an der zur Saison 1905/06 von der NFV eingeführten Endrunde um die Norddeutsche Meisterschaft teil. Am 21. August 1907 löste sich der HAFB dann schließlich auf und wurde zum Bezirk III (Hamburg-Altona) des Norddeutschen Fußball Verband.


Aus finanziellen Gründen konnte bislang keine Nationalmannschaft zusammengestellt werden die Länderspiele austrägt, so scheitert auch eine Teilnahme an den Olympischen Spielen 1908. Dennoch gab es bereits 1899 und 1901 fünf inoffizielle Länderspiele zwischen deutschen und englischen Auswahlmannschaften, die heute als "Ur-Länderspiele" bezeichnet werden. erst am 5. April 1908 findet das erste offizielle Länderspiel statt, die DFB-Auswahl verliert 3:5 gegen die Schweiz.


Mit der Machtübernahme der NSDAP am 10. Mai 1933 werden nach und nach alle Sportverbände mit oppositioneller politischer und auch kirchlicher Ausrichtung verboten. Am 28. April 1933 wird SA-Gruppenführer Hans von Tschammer und Osten als Reichskommissar für Turnen und Sport eingesetzt. Die Sportverbände werden durch die Nationalsozialisten zur Selbstauflösung gedrängt und neu organisiert. Auf Grund dieser neuen Situation tagt der DFB-Bundestag am 9. Juli 1933 und ermächtigt DFB-Präsident Felix Linnemann alle personellen und strukturellen Maßnahmen zu treffen, den DFB in das neue Fachamt II (Fußball) des Deutschen Reichsbund für Leibesübungen zu integrieren. Nur die 15 Fachabteilungen des DRL haben fortan das Recht Meisterschaften durchzuführen. Auch alle Regional- und Landesverbände des DFB verschwinden, an ihrer Stelle treten 16 Gaue mit jeweils 10 Mannschaften als oberste Spielklasse. Diese Umstrukturierung war laut DFB aber faktisch mehr eine "juristische Umetikettierung", denn nach wie vor lenkten dieselben Funktionäre um Präsident Felix Linnemann das Verbandsgeschehen.


Am 21.12.1938 wird der DRL durch einen Führererlass umstrukturiert und nennt sich nun Nationalsozialistischer Reichsbund für Leibesübungen. (NSRL). Spätestens seit dem hat der DFB keine Existenzgrundlage mehr und beschloss daher auf der Mitgliederversammlung am 27. Juli 1940 seine Auflösung.


Nach dem Ende des 2. Weltkrieg beschließt das Exekutivkomitee der FIFA am 10.-12. November 1945 in Zürich, das alle Sportbeziehungen zu Deutschland und damit auch zu seiner Nationalmannschaft und allen Verbänden, abzubrechen sind. Auch eine Teilnahme an internationalen Wettbewerben ist nicht mehr möglich. Dies ändert sich erst 1949, als der englische Fußballverband (The FA) bei der FIFA eine Wiederzulassung Deutschlands an internationalen Spielen beantragt. Die FIFA hebt daraufhin das Internationale Spielverbot gegen alle Deutschen Mannschaften und Verbände auf, verlangt aber das vor jedem Internationalen Spiel die jeweilige Militärregierung in den Besatzungszonen ihre Zustimmung erteilt.


Nachdem sich die Regional- und Landesverbände nach dem Krieg wieder neu gründen, wird am 21. Januar 1950 bei einer Tagung der westdeutschen Fußballverbände auch die Wiedergründung des DFB beschlossen. Der DFB wird im Juli 1950 offiziell in die FIFA aufgenommen und ist international wieder ohne Einschränkung spielberechtigt. 1957 wird das Saarland in die Bundesrepublik eingegliedert und der saarländische Fußballverband tritt dem DFB bei.


Auf dem DFB-Bundestag am 28. Juli 1962 wird durch die Delegierten der Landesverbände mit 103:26 Stimmen beschlossen, eine eingleisige Bundesliga als höchste Deutsche Spielklasse einzuführen. Die Organisation und Leitung der Bundesliga übernimmt der DFB, den Unterbau, die 5 neu geschaffenen Regionalligen, die einzelnen Landesverbände. 1974 wird die 2. Bundesliga Nord und Süd ins Leben gerufen, die ebenfalls dem DFB direkt untergliedert sind. Die Landesverbände übernehmen weiterhin den Spielbetrieb der nun 3. klassigen Oberligen und deren Unterbau. 1994 werden 4 Regionalligen als 3. höchste Spielklasse eingeführt (Regionalliga Süd, West/Südwest, Nord, Nordost) und vom DFB organisiert. Im Verantwortungsbereich der Landesverbände liegen weiterhin die nun 4. klassigen Oberligen. 2008 wird die 3. Bundesliga eingeführt. Die Organisation der nun 4. klassigen Regionalligen wird 2012 wieder an die Landesverbände übertragen.


Seit 2001 wird die 1. und 2. Bundesliga gemeinsam mit der am 18. Dezember 2000 gegründeten Deutsche Fußball-Liga ausgetragen. Der DFB ist heute mit über 6 Millionen Mitgliedern der größte Fußball- und auch Sportverband der Welt. Daneben ist er mit 3 Weltmeisterschaften (1954, 1974, 1990) und 3 Europameisterschaften (1972, 1986, 1996) auch einer der erfolgreichsten.


Union of European Football Associations

NFV

Gründung: 15.06.1954

durch 31 Nationale Verbände


Wettbewerbe:

EP der Landesmeister: 1955/56 - 1991/92

EP der Pokalsieger: 1961/62 - 1998/99

UEFA-Intertoto-Cup: 1967/68 - 2007/08

UEFA-Cup: 1971/72 - 2008/09

UEFA-Supercup: seit 1971/72

Champions-League: seit 1992/93

Europaleague: seit 2009/10

Nationalauswahl: Europameisterschaft seit 1960


Erfolge des HSV:

Europapokalsieger der Pokalsieger 1977

Europapokalsieger der Landesmeister 1983

Intertoto Cup: 1970, 1974, 1994, 2005, 2007

Vize-Europapokalsieger der Pokalsieger 1968

Vize-Europapokalsieger der Landesmeister 1980

UEFA-Pokal Finalist 1982


Erste internationale Wettbewerbe von Vereinsmannschaften gab es bereits von 1897-1911 mit dem Challenge-Cup, in dem Vereine der 3 Fußballverbände der Österreichisch-Ungarischen Monarchie gegeneinander spielten. In den 20er Jahren gab es in Mitteleuropa bereits einige Professionelle Ligen. Um die Vorherrschaft dieser zu stärken und sie finanziell zu fördern wurde am 17. Juli 1927 die Einführung des Mitropapokals beschlossen. Von 1927 bis 1940 spielten die Meister, Vizemeister oder Pokalsieger aus Österreich, Ungarn, Jugoslawien, Tschechoslowakei und später auch Italien gegeneinander. Mit dem Aufstieg der Nationalsozialisten und dem folgenden Anschluß Österreichs an Deutschland, verlor der Mitropapokal sein erstes Gründungsland. Der Ausbruch des 2. Weltkrieg bedeutete dann das vorläufige Ende des Mitropapokals. Nach dem Krieg strebte auch der Fußball wieder in Europa auf und damit auch die Idee, einen Wettbewerb zu schaffen in dem sich die besten Mannschaften Europas aneinander messen können. Am 15. Juni 1954 wurde die UEFA von 27 Europäischen Nationalen Fußballverbänden in Basel gegründet und ist einer der 6 Kontinentalverbände der FIFA. Mittlerweile umfasst die UEFA 54 nationale Verbände.


Mitropapokal

Mit der Gründung der UEFA 1954 wurde auf dem 1. Kongress am 2.-3. März 1955 auch die Wiedereinführung des Mitropapokal beschlossen, der bereits zwischen 1927 und 1940 von einigen ausgewählten nationalen Verbänden ausgespielt wurde. Noch im gleichen Jahr startete der Wettbewerb mit dem Meister, Vizemeister und Pokalsieger aus Österreich, Ungarn, Italien, Tschechoslowakei und Jugoslawien. War der Zuspruch anfangs noch groß (das Finale 1956 sahen 110.000 Zuschauer) so wurde der Wettbewerb mit der Zeit, auch durch den im gleichen Jahr eingeführten Europapokal der Landesmeister, abgewertet. Bald nahmen nur noch mittelklassige Teams teil, die sich nicht für einen UEFA Europapokal-Wettbewerb qualifizierten. Nach dem Mitropacup von 1992, an dem nur noch 4 Mannschaften teilnahmen und das im Finale nur noch 900 Zuschauer hatte, wurde dieser Wettbewerb endgültig eingestellt.


Europapokal der Landesmeister / UEFA Championsleague

Der ehemalige französische Nationalspieler und Jounalist der Sportzeitung L'Equipe entwickelte den Entwurf für eine Europameisterschaft der Fußballvereine. Der Europapokal der Landesmeister wurde dann 1955/56 ins Leben gerufen. Nachdem Anfangs noch unklar war, welche Vereine sich für diesen Wettbewerb qualifizieren, einigte man sich darauf das nur die jeweiligen Landesmeister der Nationalen Verbände qualifiziert sind. Überraschend dominierten aber nicht die selbsternannten "besten Vereine der Welt" aus England in den ersten Jahren diesen Wettbewerb, sondern Real Madrid mit dem Superstar Alfredo Di Stéfano. 5 Mal in Folge konnte Real Madrid den Europapokal der Landesmeister gewinnen. 1992 wurde der Wettbewerb in "UEFA Champions League" umbenannt, außerdem konnten sich dafür fortan auch andere Mannschaften als der jeweilige Landesmeister qualifizieren. Seit der Saison 1999/2000 können sich sogar bis zu 4 Mannschaften der nationalen Verbände für den Wettbewerb qualifizieren. Der HSV gewann den Europapokal der Landesmeister am 25. Mai 1983 nach einem 1:0 gegen den Favoriten Juventus Turin.


Europapokal der Pokalsieger

Alfred Frey, Präsident des Österreichischen Fußball-Verband (ÖFB) machte der UEFA am 18. März 1956 den Vorschlag einen Europäischen Wettbewerb der Pokalsieger durchzuführen. Da sein Vorschlag dort keine Gegenliebe fand, richtete er selber 1960 gemeinsam mit dem ÖFB und dem Mitropapokalkomitee diesen Wettbewerb aus. Bereits ein Jahr später übernahm die UEFA dann doch noch diesen Wettbewerb und anerkannte auch die erste Saison mit dem Sieger AC Florenz. Der Wettbewerb verlor aber in den 90er Jahren an Renommee und wurde dann von der UEFA im Rahmen einer Reformierung nach der Saison 1998/99 abgeschafft. Die Nationalen Pokalsieger qualifizieren sich seit dem für den UEFA-Cup. Der HSV gewann 1977 den Europapokal der Pokalsieger nach einem 2:0 gegen den RSC Anderlecht.


Intertoto-Cup/UEFA Intertoto-Cup

Dieser Wettbewerb wurde zur Saison 1967/68 ins Leben gerufen und ist der Nachfolger des zwischen 1961/62 und 1966/67 ausgetragenen International Football Cup (IFC). Dieser Wettbewerb sollte auch kleineren Vereinen die Möglichkeit geben internationale Spiele zu bestreiten und den Toto-Gesellschaften auch in der Sommerzeit Spiele anbieten zu können. Erst seit 1995 wurde der Wettbewerb von der UEFA ausgerichtet und hieß seit dem UEFA Intertoto-Cup. Außerdem wurde 3 Finalspiele ausgetragen, deren Sieger sich nachträglich für den UEFA-Cup qualifizierten. 2007 wurde von der UEFA die Abschaffung des UI-Cups nach den Finalspielen von 2008 beschlossen. Im Gegenzug wurden für schwächere Länder weitere UEFA-Cup Startplätze geschaffen und eine weitere Qualifikationsrunde eingeführt. Der HSV ist 5maliger UI-Cup Sieger.


UEFA-Cup / UEFA Europaleague

Als Vorläufer des UEFA-Cup gilt der Messestädte-Pokal, der unabhängig von der UEFA zwischen 1955 und 1971 von einigen Städten durchgeführt wurde. Nachdem dieser Wettbewerb 1970/71 das letzte mal ausgetragen wurde, übernahm die UEFA diese Idee. Teilnahmeberechtigt waren aber alle Mannschaften der Nationalen Fußballverbände innerhalb der UEFA. Erster UEFA-Pokalsieger wurde 1972 Tottenham Hotspur aus England. Nach der Saison 2008/09 wurde der Wettbewerb in UEFA Europa League umbenannt und umstrukturiert, um ihn aufzuwerten. Der HSV erreichte 1982 das Finale, unterlag dort mit 0:3 gegen den IFK Göteborg.


UEFA Supercup

Initiator dieses Pokalwettbewerb war der holländische Reporter Anton Witkamp von der Zeitung "De Telegraaf". 1972 spielte der Gewinner des UEFA-Pokal der Landesmeister, Ajax Amsterdam, gegen den Gewinner des Europapokal der Pokalsieger, Glasgow Rangers. Ajax Amsterdam gewann das Hin- und Rückspiel und damit den ersten Supercup-Titel. Das erste Supercup-Finale wurde allerdings ohne die UEFA ausgetragen, da die Glasgow Rangers mit einer Europapokalsperre belegt waren. Erst seit der Saison danach trägt die UEFA offiziell diesen Wettbewerb aus, kennt dennoch den ersten Titel für Ajax Amsterdam an. Seit der Abschaffung des Europapokal der Pokalsieger zur Saison 1999/2000, spielt Gewinner der Championsleague gegen den UEFA-Cup Sieger.


Klubrangliste nach Titeln (Stand 2013)

(Nur Landesmeister/Champions League, Cup der Pokalsieger, UEFA-Cup)

1. Real Madrid - 11 Titel

2. AC Mailand - 9 Titel

3. FC Liverpool und FC Barcelona - 8 Titel

4. FC Bayern München - 7 Titel

9. Hamburger SV - 2 Titel


Federal International Football Associations

NFV

Gründung: 21.05.1904

durch Nationale Fußballverbände

gegliedert in 6 Kontinentalverbände

(zwischen 1916 und 1966)

UEFA ist Mitglied seit 1954


Wettbewerbe:

Weltmeisterschaft seit 1930

Klub-WM: 2000, seit 2005

FIFA-Konföderationen-Pokal seit 1997


Als Gründervater der FIFA gelten der Niederländer Carl Anton Willem Hirschmann, der Anfang des 20. Jahrhundert Sekretär des Niederländischen Fußball Bund war und der Franzose Robert Guérin, Sekretär in der Fußballabteilung des französischen Sportverband USFSA. Beide initiierten Gespräche mit dem englischen Fußball Verband (The FA) über die Gründung eines Internationalen Fußball Verband, die schließlich am 21. Mai 1904 in Paris besiegelt wurde.Gründungsmitglieder waren die Nationalen Fußballverbände aus Frankreich, Belgien, Schweden, Dänemark, Niederlande und der Schweiz. Der Deutsche Fußball Bund (DFB) trat der FIFA am Gründungstag telegrafisch bei.


Hirschmann wurde zum Vizepräsidenten der FIFA gewählt und bemühte sich in den ersten Jahren um die Durchführung einer Fußballweltmeisterschaft. Ein von ihm 1905 organisiertes Turnier fand jedoch keine teilnehmenden Mannschaften. Die ersten großen internationale Wettbewerbe fanden 1908 und 1912 im Rahmen der Olympischen Spiele in London und Stockholm statt. Während des 1. Weltkrieg konnten keine Länderspiele mehr ausgetragen werden, auch traten einige Nationalverbände aus der FIFA aus. Wieder war es Hirschmann der nach dem 1. Weltkrieg die nationalen Verbände einte. Von 1924 bis 1931 leitete er als Generalsekretär ehrenamtlich das Tagesgeschäft der FIFA und wurde zum Ehren-Mitglied ernannt. 1930 schließlich wurde mit Hilfe des Uruguayischen Sportmäzen Enrique Buero die erste Fußball Weltmeisterschaft in Uruguay auf die Beine gestellt. Der Gastgeber gewann schließlich auch die erste Fußball- Weltmeisterschaft. Im 4-Jahrestakt sollte nun eine WM ausgespielt werden. 1934 folgte die WM in Italien, 1938 in Frankreich. Wegen des 2. Weltkrieges wurde erst 1950 wieder eine WM ausgespielt, von der Deutschland und die anderen Verlierermächte jedoch ausgeschlossen waren. Bis heute hat seit dem alle 4 Jahre eine Fußball Weltmeisterschaft statt gefunden. Immer mehr Nationale Verbände schlossen sich der FIFA an. Nach einer FIFA-Statistik von 1972 nahmen weltweit 16 Millionen Menschen, darunter 42.220 Berufsspieler am aktiven Fußballsport teil und organisierten sich in ca. 300.000 Vereinen. Der nächste große Schritt war die Erweiterung des Teilnehmerfeldes bei Weltmeisterschaften von 16 auf 24 (zur WM 1982) und später auf 32 Teams (zur WM 1998).


Rekordweltmeister ist Brasilien mit (5) WM-Titeln, gefolgt von Italien (4) und Deutschland (3). Kein anderes Land war so oft im Halbfinale und Finale wie die Auswahl des DFB. Mit 5 WM Teilnahmen und 25 WM-Spielen ist Lothar Matthäus jeweils Rekordspieler der FIFA. Gerd Müller und Miroslav Klose haben mit jeweils 14 Treffern nach dem Brasilianer Ronaldo (15 Treffer) die meisten Tore bei einer WM geschossen. Klose hat jedoch evtl. bei der WM 2014 noch die Möglichkeit vorbei zu ziehen.


Im Jahr 2000 und seit 2005 wird von der FIFA jährlich die Klub-Weltmeisterschaft ausgetragen, an der alle Fußball Kontinentalverbände teilnehmen. Vorgänger war der bis 1999 von der UEFA und dem Südamerikanischen Fußball Verband CONMEBOL ausgetragene Weltpokal. Der FC Bayern München konnte bislang 2 mal den Weltpokal gewinnen (1976, 2001), Borussia Dortmund 1 Mal (1997). Der Hamburger SV unterlag 1983 Grémio Porto Alegre mit 1:2.


Seit 1997 wird alle 2 Jahre der FIFA-Konföderationen-Pokal von der FIFA ausgetragen. Teilnahmeberechtigt sind die Meister der Kontinentalverbände (in der UEFA der Europameister), sowie der Weltmeister und der Gastgeber. 2005 erreichte Deutschland als Gastgeber im Spiel um den 3. Platz einen 4:3 Sieg gegen den Mittelamerikanischen Meister Mexiko. (CONCACAF Gold Cup)