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1981 gelang es Präsident Dr. Wolfgang Klein Ernst
Happel nach Hamburg zu lotsen, auch wenn er noch heute diesen Verdienst
dem damaligen Manager Günther Netzer einräumt. Nach dem der HSV
bereits seit 1973 unter Dr. Peter Krohn/Paul Benthien als Präsidenten
und den Trainern Kuno Klötzer/Branco Zebec in eine erfolgreichere Zeit
steuerte (1976 DFB-Pokal, 1977 Europapokal der Pokalsieger, 1979
Deutscher Meister) so sollte die Ära Klein/Netzer/Happel (1981-1986)
zur erfolgreichsten in der Geschichte des Hamburger SV werden.
Gleich in seiner ersten Saison gewann Ernst Happel mit seiner Mannschaft
die Deutsche Meisterschaft und zog in das DFB-Pokal-Halbfinale. Auch
international sorgte der HSV weiter für Furore und zog das dritte mal
innerhalb von 6 Jahren in ein Finale ein. Im UEFA-Cup-Finale unterlag
man allerdings dem IFK Göteborg mit 0:1 und 0:3.
In seiner zweiten Saison konnte der HSV an seiner Stärke festhalten und
blieb vom 16. Januar 1982 bis zum 29. Januar 1983 in 36 Spielen
hintereinander (saisonübergreifend) ungeschlagen, was bis heute
ungebrochener Bundesliga-Rekord ist. Am Ende der Saison konnte der HSV
damit erstmals in der Bundesliga seinen Meistertitel verteidigen, was
bis dato nur dem FC Bayern München und Borussia Mönchengladbach
gelang. Die Krönung einer überragenden Saison feierte der HSV mit
seinem Einzug in das Finale um den Europapokal der Landesmeister (heute
Champions-League) Am 25. Mai 1983 schlug man dort vor 73500 Zuschauern
in Athen Juventus Turin mit 1:0 (Torschütze in der 8. Min war Felix
Magath) und feierte damit den größten Erfolg in der Vereinsgeschichte.
In der folgenden Saison verspielte der HSV im November und Dezember
nacheinander den Europacup, den Weltpokal und den Supercup. Auch in der
Bundesliga verlor der HSV das erste Mal seit 2 1/2 Jahren unter
Happel´s Regie ein Heimspiel, gegen den Titelrivalen VFB Stuttgart.
Horst Hrubesch verließ den Verein im Alter von 32 Jahren, viel Geld
wurde für seine Nachfolger Wolfram Wuttke (950000 DM) und Dieter
Schatzschneider (1,2 Millionen DM) ausgegeben. Die beiden Neuzugänge
gingen einigen verdienten HSV-Stars "auf den Geist", so
Torwart Uli Stein. "Obwohl sie noch nie im internationalen Fußball
aufgetreten waren, tönten sie von Anfang an im Training herum wie die
Weltmeister." schimpfte Felix Magath. Ernst Happel
urteilte "Gegen den Magath sind das kleine Würmer", "Der
Schatzschneider läuft so langsam wie eine Schildkröte, der Wuttke
verkriecht sich, wenn sein Feind kommt." Die Mannschaft war
keine Einheit mehr, immer häufiger stritten die Spieler untereinander.
Die über Jahre hinweg siegessichere Mannschaft erlag ersten
Selbstzweifeln.
Die Saison 1983/84 schloss der HSV dennoch als Vizemeister ab, die
beiden darauffolgenden Spielzeiten als fünfter und siebter. In seiner
letzten Saison 1986/87 konnte Ernst Happel nochmal an die Erfolge
anknüpfen, der HSV wurde wieder Vizemeister und gewann den DFB-Pokal.
Dann zog es Ernst Happel wieder zurück in die Heimat. "Sechs
Jahre Hamburg sind genug! Ich mag das nicht, wenn meine Enkel immer vom
Opa Hamburg reden..." Die sehr erfolgreiche Ära Klein/Netzer/Happel
war damit beendet, denn auch Präsident Dr. Wolfgang Klein trat ein paar
Monate später sein Amt ab, Günter Netzer tat dies bereits im Vorjahr.
Der HSV konnte seit dem nie wieder an die erfolgreiche Ära anknüpfen.
Am 14. November 1992 starb Ernst Happel, einer der größten Trainer
aller Zeiten. Berühmte Zitate:
"Ja, nun ist es genug gefragt! Soviel fragst du sonst das ganze
Jahr nicht!"
Happel genervt zu einem Journalisten, während einer
Pressekonferenz. "Brutto kennt der Alte
nicht!" Günter Netzer zum HSV-Präsidenten Klein,
bei Vertragsverhandlungen zwischen Happel und der HSV-Führung. "Pech
war nicht im Spiel. Pech ist, wenn man sich den Fuß bricht."
Happel nach der Pokalniederlage des HSV gegen den SC Geislingen 1984. "Da
derfst ned rauchen, des halt i ned lang durch."
Happel zum Thema Hallenfussball. "Spielt
man Manndeckung, dann hat man elf Esel auf dem Platz."
Happel über Taktikzwänge |